24.06.2026 in Aktuell

Baumschutz bleibt für uns ein wichtiges Anliegen

 

In den vergangenen Tagen wurde eine Unterschriftenaktion gestartet, mit der erreicht werden soll, dass sich der Koblenzer Stadtrat erneut mit der Baumschutzsatzung beschäftigt. Hintergrund ist die Entscheidung des Stadtrates, die bisherige Baumschutzsatzung aufzuheben.

Dabei ist uns ein Punkt besonders wichtig: Die SPD-Fraktion hat sich geschlossen für den Erhalt der Baumschutzsatzung eingesetzt. Auch ich habe als umweltpolitischer Sprecher der Fraktion im Stadtrat deutlich für ihren Fortbestand geworben.

Für uns waren die Argumente für eine Abschaffung nicht überzeugend. Die Baumschutzsatzung war das Ergebnis eines langen demokratischen Prozesses. In den Ausschüssen wurde intensiv diskutiert, abgewogen und um einen Kompromiss gerungen. Die Satzung wurde dabei mehrfach überarbeitet und vereinfacht. Digitale Antragsmöglichkeiten, klare Fristen und praxisnahe Regelungen waren Ausdruck des Bemühens, Naturschutz und die berechtigten Interessen von Eigentümerinnen und Eigentümern miteinander in Einklang zu bringen.

Auch das Argument des Bürokratieabbaus konnten wir nicht nachvollziehen. Denn selbst die Befürworter der Abschaffung schlagen vor, künftig auf fachliche Beratung und andere Instrumente zu setzen. Dafür werden ebenfalls Personal und Verwaltungsaufwand benötigt. Aus unserer Sicht werden dadurch keine wesentlichen Ressourcen eingespart.

Für die SPD-Fraktion steht fest: Bäume sind weit mehr als ein schöner Bestandteil des Stadtbildes. Sie spenden Schatten, verbessern die Luftqualität, leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und erhöhen die Lebensqualität in unserer Stadt. Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden und der Herausforderungen des Klimawandels brauchen wir einen verantwortungsvollen Umgang mit unserem Baumbestand.

Wir respektieren die Entscheidung der Ratsmehrheit, bedauern sie jedoch ausdrücklich. Gleichzeitig begrüßen wir es, wenn Bürgerinnen und Bürger sich in die kommunalpolitische Debatte einbringen und ihre Anliegen deutlich machen. Eine lebendige Demokratie lebt vom Engagement der Menschen vor Ort.

Die SPD-Fraktion wird sich auch weiterhin für einen wirksamen, praxisnahen und rechtssicheren Schutz des Koblenzer Baumbestandes einsetzen.

Christoph Kretschmer

Umweltpolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion Koblenz

 

Für uns bleibt klar: Der Schutz unserer Bäume ist keine Frage der Ideologie, sondern eine Frage der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.

23.06.2026 in Aktuell

Childhood-Haus lindert das Leid der Betroffenen

 

Die SPD-Stadtratsfraktion Koblenz hat am 12. Juni 2026 gemeinsam mit drei Vertreterinnen des Kinderschutzbundes Koblenz (Frau Anke Jorzig, Frau Kathrin Burmann sowie Frau Gabriele Theis) den Bau des ersten rheinland-pfälzischen „Childhood-Hauses“ in Landau besucht. Die Koblenzer Delegation informierte sich vor Ort über das Konzept, um wertvolle Impulse für eine ähnliche Einrichtung in der Region Koblenz zu gewinnen.

Sexualisierte und körperliche Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist ein Thema, das nur selten an die Öffentlichkeit gelangt. Die Fallzahlen zeigen allerdings, dass Übergriffe allgegenwärtig sind. Zudem wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen. Kommt es zu einer Anzeige, führen die Ermittlungsverfahren und Gerichtsprozesse oft zu einer Verschlimmerung der Tat.

Das innovative Vorreiterprojekt, das im November 2026 offiziell eröffnen soll, bündelt medizinische, psychologische und juristische Hilfe für von Gewalt betroffene Kinder unter einem Dach. Es handelt sich um eine geschützte, explizit kindgerechte Einrichtung für Kinder und Jugendliche, die körperliche oder sexualisierte Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung erfahren mussten.

Oberste Priorität hat das Kindeswohl; zudem sollen unangemessene Verzögerungen im Verfahren vermieden werden. In den Räumen können kindgerechte Befragungen in Kooperation mit der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten durchgeführt werden. Dank modernster Videoübertragung wird ein Aufeinandertreffen von Opfer und Täter konsequent unterbunden. Auch die Räumlichkeiten für beide Seiten sind baulich strikt voneinander getrennt. Eine geläufige Strategie der Verteidigung, die Glaubwürdigkeit der Opfer zu untergraben, wird damit unterbunden.

Notwendige gerichtsmedizinische Untersuchungen sowie Kinder- und Jugendpsychologische Betreuung können ebenfalls zeitnah durchgeführt werden. Im Idealfall kann dies zu einer weit schnelleren Anklageerhebung führen.

Große Unterstützung finden die Childhood-Häuser durch die World Childhood Foundation unter der Schirmherrschaft von Königin Silvia von Schweden.

Für die Koblenzer Sozialdemokraten steht nach dem Besuch fest: Ein solches Childhood-Haus ist auch für die Region Koblenz eine dringend notwendige und überaus sinnvolle Einrichtung, um betroffenen Kindern in akuten Notsituationen die bestmögliche, angstfreie Unterstützung zu garantieren. Die drei Vertreterinnen des Kinderschutzbundes Koblenz signalisierten bereits vor Ort die grundsätzliche Bereitschaft, das Projekt als Trägerschaft zu unterstützen.

03.06.2026 in Aktuell

Hervorragende integrative Arbeit

 

Das Team Bananenflanke e.V. und der FC Rheingold Rübenach e.V.erhielten die soziale Ehrennadel der Stadt Koblenz für ihre hervorragende integrative Arbeit. Nach dem Motto: Fußball kennt keine Grenzen, findet hier eine vorbildliche Arbeit mit körperlich und geistig beeinträchtigten Kinder und Jugendliche statt.

19.05.2026 in Pressemitteilung

Kein Parkplatz am Schängelbrunnen,

 

Seit Jahren wird die Freifläche am Koblenzer Wahrzeichen, dem Schängelbrunnen, mit
Handwerkerfahrzeugen beparkt. Dies führt immer wieder, gerade bei Koblenzer
Stadtführungen, zu Ärger, weil die Brunnenanlage in ihrer Gesamtheit nur teilweise
erkennbar ist. Ratsmitglied Fritz Naumann hat dies zum Anlass genommen, im Rahmen
einer Kleinen Anfrage an die Stadtverwaltung auf diesen Missstand deutlich aufmerksam
zu machen. Darüber hinaus fordert er eine zusätzliche Absperrung für die Brunnenanlage,
die den Blick auf das Denkmal freihält.
Verwaltungsseitig lehnte man die Absperrung leider ab, weil man die Pfostenanlage am
Willi-Hörter-Platz als ausreichend bezeichnet. Dennoch teilt man mit dem
sozialdemokratischen Ratsmitglied die Auffassung, dass eine ungehinderte Ansicht des
Wahrzeichens für jeden Touristen gegeben sein muss. Allerdings wurden einige
Sondergenehmigungen an Handwerkerfirmen ausgestellt, die für Renovierungsarbeiten
am historischen Rathausgebäude tätig sind. Die Straßenverkehrsbehörde hat Kontakt mit
dem Amt 65 (Zentrales Gebäudemanagement) aufgenommen und noch einmal darauf
hingewiesen, dass die Genehmigung nur zum Zweck des Be- und Entladens ausgestellt
wird. Aus gegebenem Anlass wird dieser Hinweis noch einmal wiederholt und an die
Firmen versandt.
„Der Missbrauch des Dauerparkens an dem Schängelbrunnen muss dauerhaft
unterbunden werden“, so Fritz Naumann. Des Weiteren will man genau beobachten, ob
dieses Parkverbot eingehalten wird, und bittet auch um die Mithilfe der Bürgerschaft, um
dies zu gewährleisten.