
Wir haben am 26.03.2026 im Stadtrat mit Überzeugung für den Erhalt der Baumschutzsatzung gekämpft – leider ohne Erfolg.
Für uns bleiben die Argumente der Gegenseite nicht schlüssig.
Es wurde von Bürokratieabbau gesprochen. Tatsächlich wurde die Satzung in den letzten Monaten bereits vereinfacht: digitale Anträge, klare Fristen, praktikablere Regelungen.
Auch das Argument der Kostenersparnis überzeugt nicht. Im FDP-Antrag wird unter anderem auf „fachliche Beratung“ gesetzt.
Das klingt gut bedeutet aber in der Praxis: Personal muss weiterhin vorgehalten werden. Einsparungen entstehen so nicht.
Ohne Satzung fehlt künftig ein klarer Rahmen. Was bleibt, sind Einzelfallentscheidungen statt klarer Regeln – und vor allem: kein verbindlicher Ausgleich mehr für gefällte Bäume.
Und genau deshalb war es uns wichtig, zu kämpfen:
Bäume sind kein Luxus – sie sind entscheidend für unser Stadtklima, für Schatten, für Lebensqualität.
Ein alter Baum ist nicht ersetzbar – zumindest nicht in den nächsten Jahrzehnten.
Wer heute Schutz abbaut, spürt die Folgen morgen.
Die Satzung war ein hart erarbeiteter Kompromiss – nicht perfekt, aber ausgewogen und praxisnah.
Wir bleiben dran. Für mehr Stadtgrün. Für eine lebenswerte Stadt. Für Koblenz.
Herzliche Grüße
Christoph Kretschmer
Stadtrat/Umweltpolitischer Sprecher
Vorsitzender SPD-Ortsverein Pfaffendorf
stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender
