27.10.2026 in Aktuell

Meilenstein für den Synagogen-Neubau in Koblenz: Baubeginn für März 2027 geplant

 
Foto: Matthias Werth

Das Ende einer mehr als sechs Jahrzehnte währenden Behelfslösung für die Jüdische Kultusgemeinde Koblenz ist in greifbare Nähe gerückt. Am vergangenen Montag, den 19. Oktober 2026, informierte Heribert Heinrich, Vorsitzender des Fördervereins Neue Synagoge für Koblenz e. V., die SPD-Ratsfraktion über den aktuellen Stand des historischen Bauvorhabens.

Wie Heinrich vor den Ratsmitgliedern ausführte, konnte der Förderverein eine solide Gesamtfinanzierung für das Großprojekt aufstellen. Maßgeblich dazu beigetragen haben finanzielle Zusagen des Bundes, des Landes Rheinland-Pfalz und der Kommune sowie zahlreiche private Spenden. Nachdem der Bauantrag bereits im September 2025 eingereicht wurde, steht nun der konkrete Zeitplan fest: Der Baubeginn ist für März 2027 projektiert, die Bauzeit soll voraussichtlich zwei Jahre betragen. Heinrich gab jedoch zu bedenken, dass unvorhersehbare Faktoren im Koblenzer Untergrund – wie etwa archäologische Funde oder Weltkriegsblindgänger – zu Verzögerungen führen könnten.

Seit 1947 nutzt die jüdische Gemeinde eine ehemalige Trauerhalle im Stadtteil Rauental als provisorischen Betsaal. Mit dem anstehenden Neubau geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, an den historischen Bezugspunkt im Herzen der Altstadt zurückzukehren. Die einstige Synagoge im Bürresheimer Hof am Florinsmarkt war 1938 von den Nationalsozialisten verwüstet und 1944 bei Luftangriffen vollständig zerstört worden.

Die künftige Adresse des Neubaus in der Weißer Gasse wird zudem eine besondere Würdigung erfahren: Der dortige Bereich wird nach Dr. Heinz Kahn benannt – dem langjährigen, 2014 verstorbenen Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz und Überlebenden des Holocausts. Die Synagoge wird künftig die Anschrift „Heinz-Kahn-Platz 1“ tragen.

Die SPD-Ratsfraktion zeigte sich zutiefst dankbar für das unermüdliche Engagement Heribert Heinrichs und des gesamten Fördervereins für die positive Entwicklung des Projekts. Die Fraktion betonte, dass dieser Neubau ein starkes und sichtbares Zeichen für die Zukunft des jüdischen Lebens in Koblenz setzt, und blickt der Realisierung mit großer Zuversicht entgegen.

01.10.2026 in Aktuell

SPD-Ratsfraktion zur Baumschutzsatzung

 

 

Baumschutzsatzung Koblenz

(die es gab)

Änderungen zur Baumschutzsatzung Koblenz

(die es gäben sollte)

 

 

28.09.2026 in Aktuell

Neues Denken bei der Koblenzer Wohnbau: Martin Kliesch setzt auf Vielfalt und soziale Durchmischung

 
Foto: Matthias Werth

SPD-Fraktion begrüßt den neuen Geschäftsführer zur strategischen Neuausrichtung und fordert stärkere Unterstützung von Bund und Land

Die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum in Koblenz besitzt oberste Priorität. Um über neue Wege und Strategien zu beraten, besuchte Martin Kliesch, der neue Geschäftsführer der Koblenzer Wohnungsbaugesellschaft mbH (Koblenzer Wohnbau), die jüngste Sitzung der SPD-Stadtratsfraktion. Im Zentrum des intensiven Austauschs stand eine spürbare Kehrtwende in der Unternehmensphilosophie: Kliesch kündigte an, künftig „in viele Richtungen“ zu denken, um den drängenden Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt zu begegnen.

Während in der Vergangenheit oft einseitige Schwerpunkte gesetzt wurden, setzt die neue Geschäftsführung auf einen ganzheitlichen Mix an Maßnahmen. Neben dem klassischen Neubau stehen künftig auch der gezielte Ankauf bestehender Immobilien, die energetische und soziale Sanierung des eigenen Bestands. Auch die Umwandlung von leerstehenden Gewerbeflächen in modernen Wohnraum bleibt nicht ausgeschlossen. Jede dieser Optionen soll flexibel geprüft werden, um das übergeordnete Ziel – bezahlbare Mieten für die Koblenzer Bürgerinnen und Bürger – zügig zu erreichen.
Im Rahmen der Diskussion brachte die Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann einen kritischen Punkt ein: Die zu starke Ballung von sozial gefördertem Wohnraum an einzelnen Standorten sollte in der Zukunft überdacht werden. Geschäftsführer Martin Kliesch griff diesen Gedanken auf und präsentierte einen Lösungsansatz: Durch die gezielte Kombination mit frei finanziertem Wohnungsbau soll künftig eine gesunde gesellschaftliche Durchmischung in den Quartieren entstehen. Um solche zukunftsweisenden Vorhaben realisieren zu können, betonte Kliesch jedoch, sei auch die finanzielle Unterstützung durch u.a. die Stadt Koblenz notwendig.

Zudem differenzierte der Geschäftsführer klar zwischen sozialem und bezahlbarem Wohnraum. Die schiere Masse an Wohnungsanfragen, die die Koblenzer Wohnbau derzeit erreichen, können leider nicht mit genügend Angeboten befriedigt werden. Dass all diese Projekte nur mit massiver Förderung von Land und Bund zu stemmen sind, liege auf der Hand. Kliesch stellte klar, dass Fördermittel zwingend in Anspruch genommen werden müssen um Wohnungen in der Vermietung bezahlbar halten zu können. Staatliche Fördermittel müssen zwingend aufgestockt und bauliche Standards abgesenkt werden. Dies kann nur der Bund gemeinsam mit den Ländern umsetzen. Hier brauch es schnelle tragfähige Ergebnisse um wieder neuen Impuls am Wohnungsbau zu erzeugen. Allen Beteiligten ist bewusst, dass es sich hierbei um langfristige Aufgaben handelt. Dennoch bleibt die Erwartungshaltung in der Bevölkerung und der Politik hoch. Bezahlbares Wohnen ist und bleibt das Fundament für die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger. In Koblenz bestehe hier zugegebenermaßen ein hoher Nachholbedarf. Aus Sicht der SPD-Fraktion steht deshalb fest: Bund und Land müssen die Wohnbauförderung dringend weiter verbessern, um den Kommunen den nötigen Spielraum zu geben. „Wir sind uns von Seiten der SPD-Ratsfraktion bewusst, dass Herr Kliesch keine goldenen Eier legen kann, aber wir nehmen ihm ab, dass er den festen Willen hat, die Wohnraumproblematik in Koblenz zu verbessern“, bekräftigte Marion Lipinski-Naumann das Vertrauen der Fraktion in die neue Führung. Zum Abschluss des konstruktiven Austauschs lobte Kliesch das große Engagement der SPD-Fraktion. Er betonte ausdrücklich, wie wichtig eine verlässliche und starke politische Unterstützung im Stadtrat für die erfolgreiche Umsetzung der anstehenden Projekte der Koblenzer Wohnbau ist.

Die SPD-Fraktion im Koblenzer Stadtrat setzt sich aktiv für die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Belange der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Koblenz ein. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer politischen Arbeit liegt traditionell auf der Sicherung und dem Ausbau von bezahlbarem und lebenswertem Wohnraum für alle Generation.

24.09.2026 in Aktuell

Karthäuser Themen wurden besprochen

 
Thorsten Schneider vor Ort bei einer der Treppenbaustellen

Das Karthäuser Ratsmitglied Thorsten Schneider (SPD) traf sich mit Baudezernent

Prof. Dr. Andreas Lukas, um aktuelle Themen auf der Karthause zu besprechen.

So wurden unter anderem verkehrsberuhigende Maßnahmen, die Rattenplage, der Spielplatz Norwichstraße, der Festungspark, die Baumaßnahme der Treppenanlagen und einiges mehr erörtert.

„Ich danke dem Baudezernent für den kurzfristigen Termin. Er hat zugesagt die besprochenen Themen aufzugreifen und verwaltungsintern abzufragen, wie die aktuellen Sachstände sind.

Folgendes konnte mir bereits sofort beantwortet werden:

  • Die Baumaßnahme der Treppenanlagen auf der Altkarthause sind leider schon länger ins Stocken geraten und schließlich ganz zum Erliegen gekommen.

Die Baumaßnahme ist in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt. Zurzeit sind von den elf Teiltreppen sechs fast fertiggestellt und können mit provisorischen Holzgeländern genutzt werden, eine Treppe wird voraussichtlich noch dieses Jahr von der Stadt selbst fertiggestellt.

Die restlichen vier Treppen müssen nun leider neu ausgeschrieben werden.

  • Die RattenBejagung wurde intensiviert.
  • Ab Ende Oktober soll mit dem Bau des elektrischen Pollers in der Zufahrt des Einkaufzentrums begonnen werden.

Wenn ich weitere Informationen erhalten habe, werde ich zu den anderen Themen ebenfalls berichten“, so Ratsmitglied Schneider.

 

 

22.09.2026 in Aktuell

Koblenzer SPD-Fraktion besichtigt Motel One

 
Die Koblenzer SPD-Ratsfraktion auf der Dachterrasse des neuen Hotels.

Seit September hat Koblenz ein neues Hotel. Die Motel One Gruppe mit Sitz in München betreibt über 100 Hotels in Europa – und nun auch in der Koblenzer Löhrstraße.
Das Hotel hat 177 modern eingerichtete Design-Zimmer sowie großzügige öffentliche Bereiche.
Das Herzstück des Hauses befindet sich im fünften Obergeschoss. Hier finden die Hotelgäste und Koblenzer eine Lounge mit Bar, Frühstückbereich und einer großen Dachterrasse mit einem tollen Blick über die Dächer und Sehenswürdigkeiten von Koblenz.
„Wir freuen uns über jede Neueröffnung in Koblenz. Besonders im Tourismusbereich hat sich Koblenz hervorragend entwickelt. Die Initialzündung hierfür war sicherlich die Buga. Mit rund einer Million Übernachtungen ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Koblenz“, berichten die Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann, Anke Holl Sprecherin für Touristik und der wirtschaftspolitische Sprecher Thorsten Schneider.