Teilhabe am kulturellen Leben ermöglichen

Veröffentlicht am 19.08.2008 in Fraktion

Altmaier und Lipinski-Naumann: "Niemand darf aufs gesellschaftliche Abstellgleis"

Koblenz kann zurecht als eine Kultur-Stadt bezeichnet werden. Viele Museen, Galerien, Bibliotheken und Denkmäler zeichnen die Stadt aus. Den Bürgern und Gästen der Stadt stehen viele Einrichtungen offen, um am kulturellen Leben teilzunehmen. Für nur 2,50 EUR ist der Besuch des Museum Ludwig im Blumenhof möglich, in der StadtBibliothek können Bücher und DVDs für kleines Geld ausgeliehen werden.

"Nicht zuletzt die Sozialdemokratie hat in den vergangen Jahrzehnten versucht, durch ein reichhaltiges Angebot und niedrige Preise viele Menschen am Kulturleben teilhaben zu lassen," sagt der kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christian Altmaier. Die Vorsitzende der SPD im Stadtrat, Marion Lipinski-Naumann ergänzt, "dass aber leider Menschen im Hilfebezug mit ihren monatlichen Finanzmöglichkeiten, sich einen Besuch im Museum im schlimmsten Fall nicht leisten können."

Deshalb beantragt die SPD im Koblenzer Stadtrat nunmehr, dass die Stadt ein Verfahren entwickeln soll, wie Menschen der Zugang zu den Kultureinrichtungen und städtischen Schwimmbädern möglich gemacht werden kann. "Nichts ist schlimmer als Arbeitslosigkeit," bekundet Altmaier, "daher müssen wir Menschen, die Kultur erleben wollen, auch die Chance geben mit dabei zu sein. Hierüber bleiben viele dem gesellschaftlichen Leben erhalten und werden nicht isoliert." Sowohl der Kulturpolitiker, als auch die Fraktionschefin hoffen, dass Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann (SPD) mit seiner Verwaltung eine gute Idee hat, um dem Antragsziel gerecht zu werden.

"Wenn wir darüber sprechen, dass Bildung wichtig ist, um auch im Beruf nach vorne zu kommen, so sollten wir Arbeitssuchende nicht ausgrenzen," unterstützt Lipinski-Naumann den Antrag. Sie verweist hierbei auch die Forderung der SPD nach einem Sozial-Tarif im öffentlichen Personennahverkehr: "Denn auch die Einschränkung von Mobilität kann eine Berufsaufnahme erschweren."