Koblenz greift in Europa's Fördertöpfe: "Spatial Metro" lässt ein Licht aufgehen
Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschuss freuen sich über die gute Botschaft aus Europa
Zusammen mit der britischen Partnerstadt Norwich und den Projekt-Partnerstädten Bristol, Rouen und Biel geht Koblenz neue Wege. "Spatial Metro" heisst das Zauberwort, bei dem die Stadt nun in Europa's Fördertöpfe greift. Die Fussgänger werden neu entdeckt, stehen bei "Spatial Metro" im Mittelpunkt. Denn die Fussgängerzonen sollen neu gestaltet, der Passant mit Licht geführt werden - nicht nur zu den Sehenswürdigkeiten der Rhein-Mosel-Stadt. Gemeinsam mit dem Koblenzer Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann machten sich Mitglieder des Wirtschaftsförderungssausschusses nun auf den Weg. Vom Koblenzer Hauptbahnhof bis zum Rathaus marschierten der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Jürgen Zahren, die Ratsmitglieder Christian Altmaier, Michael Hoffstadt, Manfred Bastian und Dr. Anna Köbberling über die alten Bürgersteige und Fussgängerzonen. Mit Hinweisen zu den unterschiedlichen Pflasterungen versehen, machte der Leiter der Koblenzer Wirtschaftsförderung deutlich, wie sinnvoll die Teilnahme und die Umsetzung der Massnahme "Spatial Metro" ist. Die SPD-Fraktion unterstützt die Stadt bei ihrem Ansinnen und freut sich auf die Ergebnisse, die bis 2008 die Stadt ein wenig umkrempeln werden.
Weitere Informationen zu "Spatial Metro":
Die Stadt Koblenz nimmt als Partner am transnationalen EU-Projekt "Spatial Metro" innerhalb des "Interreg IIIB North West Europe "Programms teil. Das Programm der Gemeinschaftsinitiative Interreg IIIB NWE-ENO baut mit am "Haus Europa", indem es innovative und transnationale Projekte bei ihrem Start mit Mitteln aus dem EFRE-Fonds unterstützt. Das Programm beteiligt sich an der Finanzierung von Projekten, die sich mit der nachhaltigen Entwicklung des nordwesteuropäischen Raums befassen. Die transnationale Zusammenarbeit ist ein effizientes Mittel für lokale Akteure, die Tag für Tag am Aufbau Europas teilhaben möchten, indem sie innovative Lösungsansätze zu städte- oder regionenübergreifenden Problemen mit anderen Partnern teilen, mit denen sie mehr als nur ihre geographische Lage verbindet. Im Frühjahr 2004 hatte die Stadt Koblenz zusammen mit der Projektleitung, der Partnerschaftsstadt Norwich, ein transnationales EU-Projekt (Titel: ?Spatial Metro") zusammen mit insgesamt 10 Partnern bei der EU beantragt.
Städte:
- Norwich(GB)
- Bristol(GB)
- Rouen(F)
- Biel (CH) und
- Koblenz
universitäre Einrichtungen:
- zwei Institute der University of East Anglia (GB)
- TU Delft (NL)
- Universität Koblenz, Fachbereich Informatin
- sowie der Fachverband "Fußverkehr Schweiz",Zürich.
Mitte 2004 kam die Mitteilung seitens der EU, daß die formellen Voraussetzungen der EU-Antragstellung erfüllt sind. Im April 2005 erfolgt die Vertragsunterzeichnung aller Partner.
Eckdaten des Spatial Metro Projekts:
- Gesamtetat 11,256 Mio.
- Gesamtetat für Koblenz rund 3,245 Mio.
- EU-Förderung für Koblenz 1,558 Mio.
- Laufzeit 2005 bis 31.12.2006
- 10 Projektpartner aus 5 Ländern
Spatial Metro - a network for discovering the city on foot
Sinngemäß übersetzt lautet dies: "Ein räumliches Verbindungssystem als Netzwerk, um eine Stadt zu Fuß zu entdecken". Sinn und Zweck dieses Projekts ist es, einen Anschub für Maßnahmen zu leisten, die einem Besucher oder Touristen die fußläufige Orientierung und Nutzung des öffentlichen Raumes innerhalb einer Stadt erleichtern. Das transnationale Projekt Spatial Metro eröffnet die Chance in drei wesentlichen Arbeitsbereichen interessante Projekte in der Stadt Koblenz mit EU-Fördermitteln umzusetzen.
- Neugestaltung von Fußgängerzonen
Entwicklung eines Gesamtkonzepts zur Gestaltung und Vernetzung von Fußgängerzonen, verkehrsberuhigten Bereichen und Fußwegen in der Innenstadt und deren abschnittsweiser Umbau in den kommenden Jahren.
- Beleuchtungskonzept
Durch die Entwicklung und Umsetzung eines "Masterplans Licht" wird künstliches Licht als Führungsinstrument für Besucher und Gäste während ihres Aufenthaltes im öffentlichen und privaten Raum während des Abends oder der Nacht eingesetzt.
- Telekommunikationsprojekt (Handy oder PDA)
Insbesondere für Kurzzeitbesucher bietet die Stadt eine optimale Informationsdichte auf verschiedenen Ebenen, damit der Besucher wenig Zeit für die Orientierung, für die Verkehrswegewahl bzw. die Auswahl seiner Ziele und seiner beabsichtigten Aktivitäten benötigt.
Weitere Info's unter
www.nweurope.org