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SPD hatte wieder zur Besichtigung eingeladen - Begeisterung bei Teilnehmern
Seit Eröffnung der Platzfläche ist die Baustelle rund um die "Neue Mitte" auf dem Zentralplatz nur noch auf einen schmalen Streifen vor dem KulturForum beschränkt. Von dort aus gehen die Bauarbeiten im Innern des sehenswerten Gebäudes mit großen Schritten voran. Die SPD hatte zu einer weiteren Führung geladen und viele Bürger nahmen die Einladung an. Fachkundig informierten Projektleiter Jürgen Czielinski und Bauherrenausschussmitglied Christian Altmaier, wie der Bau abläuft und was die Besucher ab 2013 erwartet.
Von Außen wirkt das KulturForum mit der weißgepunkteten Fassade mystisch, so entfaltet das Innere aufgrund der atemberaubenden Architektur nach und nach seine Wirkung: Tageslicht durchströmt alle Bereiche der Bibliothek, vom Erdgeschoss bis zur Dachterrasse. Lediglich das Mittelrhein-Museum im 1. Obergeschoss wird stark abgedunkelt sein, um die ausgestellten Kunstwerke zu schützen. Aber wer über die Rolltreppe vom Antrittsbereich der Bibliothek ins 2. OG fährt, wird einen Einblick in das Innere der neuen Heimstatt der städtischen Kunstsammlung werfen können. Hinter abgedunkeltem Glas wird man schemenhaft die Dauerausstellung erkennen können und Lust auf einen Besuch bekommen.
Auch wenn es immer noch einiger Vorstellungskraft bedarf, um sich das KulturForum im Jahr 2013 vorzustellen, so waren die Besucher der SPD-Führung sichtlich begeistert. Viele der Gäste, die nicht der SPD angehörten und zum ersten Mal im KulturForum waren, zeigten sich sehr angetan und einige widerriefen auch ihre bisher negative Meinung zum Projekt "Neue Mitte".
"Wir wollen größtmögliche Transparenz und Information zum Projekt", so der kultur- und tourismuspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christian Altmaier, "daher haben wir zu Führungen eingeladen." Er berichtete auch über die Zustände in den Alt-Immonbilien von Stadtbibliothek und Mittelrhein-Museum. "Dort wären in den nächsten Jahren kurzfristig Millionensanierungen notwendig gewesen, um Brandschutz, Barrierefreiheit und energetische Standards zu erfüllen", so Altmaier, "oder man hätte diese Investitionen negiert und damit die Zukunft dieser Kultureinrichtungen in Frage gestellt." Daher sei es gut, dass eine breite Mehrheit des Stadtrates für den neuen Zentralplatz votiert und damit Bibliothek und Museum eine gute Zukunft gegeben haben. "Es ging hier nicht um Protzerei, sondern um den Erhalt von Bibliothek und Museum, unter dem Aspekt, dass auch Behinderte, Kinder und Jugendliche, diese Einrichtungen ohne Probleme besuchen können."
Der Chef der Wirtschaftsförderung und Projektleiter Jürgen Czielinski hob auf der Dachterrasse des KulturForum hervor, dass in Koblenz zwischen 2005 und 2014 bis zu 450 Millionen Euro investiert sein werden. Hierbei sprach er nicht nur von den öffentlichen Investitionen in KulturForum und BUGA2011, sondern insbesondere von den Privatprojekten, die durch Neubau oder Sanierung von Immobilien rund um die "Neue Mitte" realisiert werden. "Hiervon träumt ein jeder Wirtschaftsförderer und wir Koblenzer haben viel erreicht in den letzten Jahren." Fachkundig erläuterte er auch, wie das Haus mit Energie durch ein Blockheizkraftwerk versorgt wird und wie Kühlung und Heizung funktionieren. Die Einsparungen in den Folgejahren werden die hohen Investitionen in den Neubau rechtfertigen, da der Architekt und die Techniker clevere Ideen umgesetzt hätten.
Spätestens im Frühsommer 2013 werden alle Koblenzer das KulturForum erleben können. Bis dahin werden nunmehr die Bodenbeläge verlegt und Einrichtungen eingebaut. Somit wird die SPD-Führung wohl auch die letzte große Führung gewesen sein, die möglich war. "Aber wir bemühen uns noch um Termine, da die Nachfrage riesig war", so Altmaier, der sich zuversichtlich zeigt, dass es einen BUGA-Effekt geben wird: "Auch bei der BUGA2011 gab es zunächst nur Kritiker, Skeptiker und wenige Freunde, mit der Eröffnung änderte sich dies, da man selbst erleben konnte, wie Koblenz verwandelt wurde. Dem KulturForum wird ähnliches widerfahren."