Verwaltungsmodernisierung weiter voran bringen

Veröffentlicht am 18.05.2006 in Anträge und Anfragen

Antrag vom: 28.04.2006
SPD
Ratssitzung vom: 18.05.2006

Beschlussentwurf:
die Verwaltung wird beauftragt, eine Konzeption zu erstellen, wie die Koblenzer Zulassungsstelle für Kraftfahrzeuge (Amt 31, Abtl. III) optimiert werden kann.

Ferner soll sich die Verwaltung darum bemühen, als Dienstleister für Großkunden als Zulassungsservice (An- und Abmeldung) aktiv und attraktiv zu werden (z.B. Unternehmen, Mietwagenfirmen).

Im Zuge einer solchen Modernisierung der Zulassungsstelle soll die Verwaltung auf die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz zugehen und eine Zusammenarbeit an einem Ort anbieten und hierüber alsbald Gespräche führen.

Das Konzept soll dem Haupt- und Finanzausschuss vorgelegt werden.

Begründung:
Die Stadt Koblenz hat in den letzten zehn Jahren große Schritte auf dem Wege zu einer modernen Verwaltung gemacht. Gemeinsam mit dem Stadtrat wurde das Bürgeramt und das Bau-Beratungszentrum Wirklichkeit, nicht zuletzt Zeichen des Willens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, für den Bürgerinnen und Bürger zu arbeiten und als moderne Dienstleister aufzutreten.
Die Zulassungsstelle ist derzeit sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, als auch für die Bürgerinnen und Bürger nicht auf dem Stand der Zeit. Eine Veränderung ist dringend erforderlich, um gesunde Arbeitsbedingungen zu schaffen und schnellen Zulassungsservice für die Kundinnen und Kunden zu bieten.
Mit dem geplanten Zusammenlegen vieler Bereich der Stadtverwaltung in einem zentralen Betriebshof im Koblenzer Industriegebiet ergibt sich rund um den Amtssitz von Amt 31 eine große Chance, die es zu nutzen gilt. Hierüber soll sich die Verwaltung Gedanken machen.
Andere Landkreise und Städte haben bereits mit Großkunden auch neue Geldquellen erschlossen. So lässt der Landkreis Mainz-Bingen etwa einen Großteil der Kfz-Flotte eines großen Autovermieters zu, die Kennzeichen mit „MZ“ fahren Werbung für den Landkreis in Rheinhessen. Wir wünschen uns dies für Koblenz ebenso. Wohl wissend, dass z.B. die Aufzugsfirma KONE bereits mit „KO“ (KO-NE) als Kennzeichen für sich gewählt hat. Außerdem könnte durch die anfallenden Gebühren eine zusätzliche Einnahme für den Stadthaushalt fließen.
Das Optimieren von Prozessen sollte auch für die Verwaltungen der öffentlichen Hand im Vordergrund stehen, daher halten wir es für zweckmäßig, mit dem Landkreis Mayen-Koblenz über eine mögliche Zusammenlegung der Zulassungsstellen an einer zentralen Örtlichkeit (z.B. auf der Liegenschaft an der Schlachthofstraße) zu sprechen. Dort sind ausreichend Parkplätze möglich und für die Kundinnen und Kunden wäre dieser Dienstleister bequem zu erreichen.
Natürlich wird für jede Neuerung auch eine Investition fällig, der aber große Refinanzierungschancen gegenüber stehen. Ferner ist dies ein weiterer Schritt für eine moderne Verwaltung an Rhein und Mosel.