Verkehr fließt bald über neue B 42

Veröffentlicht am 08.03.2005 in Fraktion

Bürger informierten sich in Ehrenbreitstein auf Einladung der SPD-Ratsfraktion über den Fortgang der Straßenbaumaßnahmen

Es ist eine der größten Straßenbaumaßnahmen, die in jüngster Zeit in Koblenz getätigt wurden - die Verlegung der B 42 in Ehrenbreitstein. Wie weit die Arbeiten bis jetzt gediehen sind und wie der Kapuzinerplatz und die Hofstraße gestaltet werden sollen, wenn der Durchgangsverkehr erst mal an ihnen vorbeifließt, darüber konnten sich jetzt interessierte Bürger bei einer von der SPD-Ratsfraktion veranstalteten Ortsbegehung erkundigen.

EHRENBREITSTEIN. Der Chef des Koblenzer Tiefbauamtes, Walter Gombert, ist zuversichtlich: "Wenn alles planmäßig verläuft, dann wird der Durchgangsverkehr von Pfaffendorf nach Vallendar bereits Anfang kommenden Jahres über die neue B 42, die auf einer Hochbrücke parallel zu den Bahngleisen entlang läuft, fließen." Für die Hofstraße, durch die zurzeit noch täglich zigtausend Autos fahren, ist dies jedoch nur der erste Schritt der geplanten Entlastung. Denn Autofahrer, die nach Nieder- oder Arenberg möchten, müssen vorerst weiter die Hofstraße benutzen, um auf die L 127 zu gelangen. "Um auch diesen Verkehr aus der Hofstraße heraus zu halten, muss erst noch die Anbindung der L 127 an das neue Teilstück der B 42 fertig gestellt werden, was voraussichtlich im Sommer 2005 der Fall sein wird", sagte Gombert.

Mit der Ampelschaltung an der Einmündung der L 127 in die B 42 werden die Autofahrer dabei auch weiter leben müssen. "Der Verkehr auf der B 42 ist so stark, dass bei einem Kreisel, die von der L 127 kommenden Fahrzeuge Mühe hätten, sich hier einzuordnen", meint Gombert. Da die B 42 so stark frequentiert wird, ist die 400 Meter lange parallel zu den Bahngleisen verlaufende Hochbrücke auch vierspurig angelegt. Für die Dähler bedeutet die Hochbrücke aber nicht nur, dass der Durchgangsverkehr gänzlich aus dem Ortskern verbannt wird, sie schafft auch zusätzliche Stellplätze. "Unter der Brücke werden 180 Parkplätze entstehen", sagt Gernot Kneip vom Tiefbauamt.

Eine gänzlich andere Gestalt sollen nach dem Ende der Straßenbauarbeiten auch der Kapuzinerplatz und die Hofstraße erhalten. Dabei wird die Öffnung der Hofstraße zur Charlottenstraße nicht zuletzt aus Gründen des Lärmschutzes geschlossen. Ob dies durch einen Rund- oder Dreiecksbau geschehen wird, ist zurzeit noch offen.

Ein neues Gesicht soll auch das Areal vor dem Konradhaus und der Kapuzinerkirche erhalten. Baumreihen, Natursteinpflaster und eine Boulebahn sollen dort zum Verweilen einladen. Für die SPD-Fraktion war die Ehrenbreitsteiner Ortsbegehung übrigens Auftakt zu einer längeren Reihe. "Wir wollen künftig ein Mal pro Monat einen Stadtteil genauer unter die Lupe nehmen", sagte Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski.

Peter Karges