Stolzenfels: Drei Varianten für Platzgestaltung
In Stolzenfels ist er ein rares Gut: ein Parkplatz. Begrenzt vom Rhein und von Hängen ist der südlichste und kleinste Koblenzer Stadtteil kein Ort der Weitläufigkeit. Die SPD-Stadtratsfraktion und der Stolzenfelser SPD-Ortsverein debattierten nun mit Bürgern des Ortes bei einer öffentlichen Fraktionssitzung unter anderem darüber, wie der Parkplatz auf dem Gelände des ehemaligen Hotels "Bellevue" gestaltet werden soll.
STOLZENFELS. Noch ist er nicht in städtischem Besitz. Der Parkplatz auf dem Gelände des ehemaligen Hotels "Bellevue" in Stolzenfels gehört zurzeit noch der Koblenzer Wohnbau. Marion Lipinski, Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, ist allerdings überzeugt, dass der Übertragung an die Stadt nichts mehr im Wege steht. "Wir gehen davon aus, dass die Stadt wahrscheinlich noch in diesem Sommer das Gelände erwirbt", sagt Lipinski. Wie der Parkplatz dann gestaltet werden soll, erläuterte Werner Urban vom Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung anhand von drei Varianten. Gemein ist allen, dass auf dem Platz in hochwassersicherer Lage ein Kiosk und eine Toilettenanlage errichtet werden sollen. Letztere ist vor allem wichtig für die zahlreichen Besucher, die jedes Jahr Schloss Stolzenfels besichtigen. Allein im vergangenen Jahr zählte man dort 50 000 Gäste. Sollte im nächsten Jahr nicht mit dem Bau der Toilettenanlage begonnen werden, will sich Marion Lipinski dafür einsetzen, dass dort übergangsweise mobile Toilettenanlagen aufgestellt werden.
Der Unterschied zwischen den drei Varianten, für deren Umsetzung Kosten in Höhe von 390 000 bis 450 000 Euro veranschlagt sind, ist vor allem die Anzahl der Parkplätze. Je nach Variante wären es 21, 25 oder 26 Parkplätze. Der Planvorschlag mit den 21 Plätzen sieht dabei vor, dass die Reisebusse auf dem Parkplatz und nicht am Rand der B 9 halten, um die Besucher von Schloss Stolzenfels ein- und aussteigen zu lassen. Das Ein- und Ausfahren ginge dabei allerdings zulasten des Parkraums. Marion Lipinski hält diese Variante jedoch für wenig sinnvoll. "Schon allein wegen der Lärmbelästigung für die Anwohner scheidet diese Variante wohl aus", so Lipinski. Lebhaft diskutiert wurde auch die Variante, die für die B 9 noch zwei Verkehrsinseln vorsieht. Dieser Vorschlag wurde von vielen der rund 40 Teilnehmer begrüßt. Denn das Überqueren der B 9, um beispielsweise zur Bushaltestelle oder an den Rhein zu gelangen, ist nicht unproblematisch. Im Fachbereichsausschuss IV wird die SPD-Fraktion einen Prüfauftrag stellen, alle möglichen Standorte für Überquerungshilfen in der Rhenser Straße aufzuzeigen.
Diese Maßnahme sieht die SPD-Fraktion unabhängig von der Platzgestaltung.