Antrag vom: 29.11.2007
SPD
Ratssitzung vom: 25.01.2008
Antrag vom: 29.11.2007
SPD
Ratssitzung vom: 25.01.2008
Beschlussentwurf:
Der Rat möge beschließen,
die Verwaltung wird beauftragt, geeignete Stellen für die Anbringung von Taubenschlägen für Stadttauben zu ermitteln.
Begründung:
Viele Kommunen versuchen bisher erfolglos, den durch Stadttauben verursachten Beschädigungen und Verunreinigungen durch zahlreiche Regulierungen zu begegnen.
Das Tierschutzgesetz verbietet zu Recht die Tötung von Tauben. Die Vertreibung der Tiere von bestimmten Flächen führt zu dem unerwünschten Effekt, dass diese sich anderen Orts konzentrieren und die Belästigung dort noch größer wird.
Das Konzept zur tierschutzgerechten Reduzierung von Stadttauben ist auch vom Bundesverband "Menschen für Tierrecht" seit Jahren anerkannt. Das Konzept beruht auf:
• Bindung der Tauben an Schläge
• kontrolliertes Füttern
• Geburtenkontrolle durch Austausch der Gelege mit Ei-Attrappen
Sobald die Tauben durch regelmäßiges Füttern an die Schläge gebunden sind, halten sie sich dort den größten Teil des Tages auf und nisten. Dies führt dazu, dass sich die Verschmutzungen in den Städten verringern, da bis zu 80% des Kots in den Schlägen ausgeschieden wird. Des Weiteren sind die Tiere satt und durch artgerechtes Futter gesund.
Zurzeit wird diese artgerechte Geburtenkontrolle bei Stadttauben in ca. 35 Kommunen mit 20.000 bis 600.000 Einwohnern angewendet.
Hier könnte ein weiteres gemeinnütziges Betätigungsfeld auch in Koblenz durch Schaffung eines entsprechenden Arbeitsplatzes entstehen.
Federführend ist hier die Stadt Moers gemeinsam mit der ARGE Wesel, sowie dem Job-Center in Moers.