SPD-Fraktion für neue Wege bei der Jagdverpachtung

Veröffentlicht am 07.06.2013 in Pressemitteilung

Seit vielen Jahren ist die SPD Ratsfraktion der Meinung, dass die Jagden im Stadtwald Koblenz endlich ausgeschrieben werden und dass eine Jagd zukünftig als Regiejagd betrieben wird, was sie SPD bereits Ende der 80iger Jahre des vorigen Jahrhunderts gefordert hat.

Insbesondere das Jagdrevier Augustahöhe, das seit Jahren aufgrund der großen Schäden durch Rotwild den städtischen Förstern große Sorgen bereitet, könnte in Eigenregie betrieben werden. „Dadurch könnten auch diejenigen auf die Jagd gehen, die sich selbst die Anpachtung eines eigenen Jagdreviers nicht leisten können. Wichtiger ist jedoch die Tatsache, dass sich in Jagdrevieren, die als Regiejagd  betrieben werden, der Vermögensverlust für den Waldbesitzer, nämlich die Stadt Koblenz, fast gegen Null reduzieren würde“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SPD Ratsfraktion Gerhard Lehmkühler. Bei Jagdrevieren mit Rotwild, in denen nicht an den Interessen der Waldbesitzer orientiert gejagt wird,  entsteht im Bundesdurchschnitt ein Vermögensschaden von 100,- bis 200,- € pro ha und Jahr.

Im November 2012 wurde der Forstausschuss über die Ergebnisse im Stadtwald Bingen, wo seit vier Jahren das Modell der Eigenregiejagd praktiziert wird, ausgiebig informiert. In Bingen konnten dadurch die Vermögensverluste im Wald teilweise fast gegen Null gebracht werden.

Auch fordert die SPD Fraktion seit Jahren, dass alle Jagden ausgeschrieben werden, weil dadurch für die Stadt bessere Ergebnisse als bisher erzielt werden können. So ist derzeit eine Jagd im Koblenzer Stadtwald für 14,30 €/ha verpachtet, während für vergleichbare Jagden im Kreis Mayen Koblenz  zwischen 22,- € bis 58 €/ha gezahlt werden. "Wir haben nicht in erster Linie die Interessen der Jagdpächter zu sehen, sondern wird sind dem Wald und damit dem städtischen Eigentum verpflichtet. Deshalb sind diese jährlichen Vermögensverluste allein in dem Forstrevier Augustahöhe in Höhe von 50.000,- € nicht länger hinnehmbar. Der Eigentümer des Stadtwaldes Koblenz soll endlich Herr seiner eigenen Flächen werden. Was in Staats- und Privatwäldern erfolgreich praktiziert wird, sollte auch in Koblenz umgesetzt werden“, so Gerhard Lehmkühler.