Spatenstich auf der Festung Ehrenbreitstein

Veröffentlicht am 05.10.2007 in Pressemitteilung

Zum offiziellen Spatenstich auf dem Festungsplateau waren viele Vertreter aus Politik, Verwaltung sowie Anwohner erschienen.

Das Foto zeigt v.l.n.r.: Hubert Heimann (Leiter des Landesbetriebes), Thomas Metz, (Burgen, Schlösser, Altertümer), Hanspeter Faas (Bugageschäftsführer), David Langner (MdL), Marie-Theres Hammes-Rosenstein (Bürgermeisterin), Dr. Ingolf Deubel (Finanzminister) sowie Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig (Staatssekretär).

In der Rhein-Zeitung vom 05.10.2007 erschien folgender Artikel:

Festungsplateau: Los geht"s

Offizieller Spatenstich zur Neugestaltung des Buga-Geländes und zum Bau des Empfangsgebäudes

Die Festung Ehrenbreitstein und ihr Plateau sind neben dem Schloss die Herzkammer der Bundesgartenschau. Damit diese Herzkammer sich 2011 in einem glanzvollen Licht präsentiert, investiert das Land in den kommenden Jahren rund 35 Millionen Euro für die Sanierung der preußischen Gemäuer und deren Umfeld.

KOBLENZ. Der erste Spatenstich, den Finanzminister Dr. Ingolf Deubel gestern zusammen mit weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft auf dem Plateau vor der Festung Ehrenbreitstein machte, hatte nur symbolischen Wert. Denn die Arbeiten für eine Neugestaltung des Eingangsgeländes (die RZ berichtete), die rund 10 Millionen Euro kosten, laufen bereits seit einigen Wochen. Geplant ist ein rund 50 Meter langes und zehn Meter breites Empfangsgebäude, das unter anderem einen Kiosk und Imbiss, einen Ausstellungsraum zur Geschichte der Festung und Sanitäranlagen beherbergen soll.

Neben diesem einstöckigen Gebäude, das parallel zur Hangkante verläuft, wird auch das gesamte Plateau landschaftsgärtnerisch neu gestaltet. Die Zielsetzung: das Vorfeld der preußischen Festung stärker zu öffnen und als Parklandschaft zu gestalten. Den Wettbewerb für die Ausführung dieser Arbeiten hatten das Stuttgarter Architekturbüro "HG Merz" und das Berliner Landschaftsarchitekturbüro "Topotek 1" gewonnen.

Bis 2011 will man allerdings nicht nur das Vorfeld, sondern auch die Festung renovieren. Saniert werden sollen dabei unter anderem die Dächer, die aus Verteidigungsgründen oftmals mit einer mehrere Meter dicken Erdschicht belegt sind, sowie die bis zu 2,70 Meter dicken Fassaden. Hierfür ist der Löwenanteil der vom Land bereitgestellten weiteren 25 Millionen vorgesehen. Zudem soll ein "Rundweg Festungsgeschichte" dem Besucher sowohl die historische Dimension als auch den Soldatenalltag besser verdeutlichen. Die geschichtliche Bedeutung des Felssporns Ehrenbreitstein, der nachweislich schon 1000 vor Christus als Zufluchtsort genutzt wurde, unterstrich auch Finanzminister Dr. Ingolf Deubel in seiner Rede: "Die Festung zeigt uns nachdrücklich, wie Europa einstmals war - nämlich kleinstaatlich und kriegerisch. Und allein deshalb ist es wichtig, solche historischen Zeugnisse zu bewahren", sagte Deubel gestern. (pka)