Schulweg sicherer gestalten

Veröffentlicht am 02.09.2004 in Fraktion

(Artikel aus der Rhein-Zeitung vom 02.09.2004)
Vorschläge der Initiative "Sicherheit in unserer Stadt" wurden bei einem Bürgergespräch auf Einladung der SPD in Neuendorf diskutiert: Verkehrsberuhigte Zonen sollen die Wege zu Schule und Kindergarten sicherer machen.

NEUENDORF.Parkchaos nach Schulschluss, schmale Bordsteine und brenzlige Momente: Auch die 92 neuen "i-Dötzchen" der Neuendorfer Willi-Graf-Schule haben zum Schulanfang mit der Verkehrssituation rund um die Grundschule zu kämpfen.

In einem Bürgergespräch im Stadtteil hat die Koblenzer SPD nun zusammen mit Josef Hehl von der Initiative "Sicherheit in unserer Stadt" und Werner Tingelhoff, stellvertretender Leiter der städtischen Straßenverkehrsbehörde, anstehende Problemlösungen diskutiert.
Klaus Möntenich, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Neuendorf-Wallersheim: "Wir wollen dieses wichtige Thema endlich politisch anpacken", und Marion Lipinski, Vorsitzende der SPD-Fraktion ergänzt: "Wir ziehen jetzt unsere Konsequenzen aus dem vorliegenden Maßnahmenkatalog." Dieser war von der Projektgruppe "Sicherer Lebensraum für Kinder" erarbeitet worden, die Teil der Initiative "Sicherheit in unserer Stadt" ist. Sechs Neuendorfer Straßen und deren Gefahrenpunkte hatte man im Juli vergangenen Jahres unter die Lupe genommen und Vorschläge zur Verbesserung der Situation gemacht (RZ berichtete). Auf Grund der mittlerweile vorliegenden Stellungnahmen zu den Vorschlägen seitens der Straßenverkehrsbehörde will die SPD-Fraktion nun Maßnahmen in die Haushaltsplanungen einbringen: So soll die Hochstraße, von der Einmündung Herberichstraße bis zum Nauweg, und die Herberichstraße, zwischen Hochstraße und Brenderweg, zu einem verkehrsberuhigten Bereich ausgebaut werden. Autos dürften dort dann nur noch mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern fahren.
Das gleiche gilt für die Pastor-Lang-Straße. Dort soll zudem geprüft werden, ob im Bereich der Fahrbahnverengung am Kindergarten nicht doch - entgegen der Richtlinien - ein Zebrastreifen eingerichtet werden kann. Vorerst soll dort, laut Zusage von Werner Tingelhoff, eine Signalfarbe an Bordstein und Geländer für mehr Aufmerksamkeit bei den Autofahrern sorgen.
Werner Tingelhoff begrüßt die Initiative "Sicherheit in unserer Stadt", er habe aber die Interessen aller Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen: Alle unterbreiteten Vorschläge könnten nicht umgesetzt werden.(msn)