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Gut für Koblenz: Größte Umgestaltung der Stadt nach dem 2. Weltkrieg bringt Schub für Stadtentwicklung
Viele Projekte der öffentlichen Hand entwickeln sich auch aufgrund komplizierter Ausschreibungsverfahren für den Steuerzahler zu einem finanziellen Fiasko. Anders der Kulturbau in Koblenz: Dieser liegt im Zeit- und Kostenplan und wird am 20. Juni 2013 der Öffentlichkeit mit einem "Tag der offenen Tür" zugänglich gemacht. Jetzt überzeugte sich der Bauherrenausschuss Zentralplatz vom aktuellen Stand der Arbeiten.
SPD-Fraktionschefin Marion Lipinski-Naumann zeigte sich begeistert von der umgesetzten Architektur: "Wir haben in Koblenz jetzt ein Gebäude, das in der Tat viele Architekturbegeisterte aus aller Welt anziehen wird." Damit unterstützt sie die Auffassung des kultur- und tourismuspolitischen Sprechers der SPD, Christian Altmaier, der die Entscheidung für die "Neue Mitte" auch aus seiner Sicht als Fachpolitiker begrüßt. "Am Zentralplatz bündeln wir den Tourismus, durch die zentrale Information, die auch eine attraktive Erlebniswelt zum Thema Rhein-Romantik präsentiert. Damit bieten wir den Gästen etwas höchst Attraktives und setzen ein Ausrufezeichen gleich zu Beginn des Koblenz-Besuches." (www.romanticum.de)
Im Vergabesausschuss des Projektes sitzt für die SPD der Fraktionsvize Gerhard Lehmkühler. Er wird nicht müde zu betonen, wie engagiert die Verwaltung an dem Projekt arbeitet und weist auf den außergewöhnlichen Erfolg hin, dass trotz der 90 Millionen Investition in Platzneugestaltung, Kulturbau und Ausbau der Einrichtungen wie Bibliothek, Mittelrhein-Museum und "Romanticum", der Zeit- und Kostenplan eingehalten wird. "Wir Koblenzer können Stolz sein auf dieses Projekt, alle Beteiligten, Baufirmen und ihre Beschäftigten, die Verwaltung und die Mitarbeiter der Einrichtungen sind hoch motiviert und setzen bis zum Schluss alles daran, dass wir im Budget bleiben", so Lehmkühler.
Die Einrichtungen nehmen auch ihre neuen Flächen in Besitz. Derzeit wird die sehenswerte städtische Kunstsammlung in der neuen Heimstatt des Mittelrhein-Museums aufgehangen. Im 1. OG des Kulturbaus wird die Dauerausstellung in verschiedenen Räumen endlich fach- und sachgerecht ausgestellt. In verschiedenen Farben präsentieren sich die Epochen, aus denen die Bürgerschaft in den vergangene Jahrhunderten Kunst zusammengetragen haben. Pfarrer Lang begann damit, die städtische Kunstsammlung aufzubauen, daher gebührt ihm ein Ehrenplatz am Beginn der neuen Ausstellung. Im Keller des Kulturbaus wird eine Wechselausstellungsfläche entstehen, die den höchsten Sicherheitsanforderungen entspricht. Folglich ist das Mittelrhein-Museum nun erstmals in der Lage, auch interessante Exponate aus aller Welt nach Koblenz anzufragen, ohne den Ansprüchen der Kunst an richtige Beleuchtung, Sicherheit und Ausstellungsfläche nicht zu genügen.
Das Romanticum im Untergeschoss der Tourist-Information hat auch schon viele Exponate "an Deck". Diese Bezeichnung ist zutreffend, handelt es sich doch um einen traditionsreichen Rheindampfer, der den Gästen die Rhein-Romantik näher bringt. Im Salon beginnt die Rheinreise und an Deck gibt es u.a. eine Sagen-Suchscheinwerfer. Dieser erläutert die Geschichte der Loreley oder der sieben Jungfrauen. Was sich dahinter verbirgt? Ab dem 20. Juni 2013 kann die Rhein-Romantik-Erlebniswelt (www.romanticum.de) besucht werden. "Die Atmosphäre stimmt, das Büro klv aus Berlin hat ganze Arbeit geleistet, ebenso das Team der Koblenz-Touristik", so der tourismuspolitische Sprecher der SPD, Christian Altmaier.
Die größte Fläche des Kulturbaus steht der Bibliothek zu. Diese zieht nun mit ihren Bücher Zug um Zug um. Die Regale stehen bereits, im Innern des weißen Gebäudes wird Tageslicht den Leseratten eine tolle Gelegenheit bieten, in den lesenswerten Büchern zu schmökern. Insbesondere der Kinder- und der Jugendbibliothek stehen extra Bereiche zur Verfügung. "Damit stärken wir die Lesekompetenz der kommenden Generationen, Bildung wird in Koblenz wie die Kultur in den Mitte gerückt", so Lehmkühler und Lipinski-Naumann nach einem Rundgang durch den neuen Kulturbau.